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Michael-Beheim-Schule wird Gemeinschaftsschule

Pressebericht: Heilbronner Stimme: 06.02.2013:

Rektor Eric Sohnle: Gemeinschaftsschule bringt nur Gutes
Freude nach dem Zuschlag über neue Herausforderung – Einige Lernbausteine und Ganztagsbetrieb schon vorhanden

OBERSULM „Wir sind uns bewusst, dass es eine große Herausforderung und eine große Aufgabe ist“, sagt Eric Sohnle. Der stellt sich die Michael-Beheim-Schule. „Wir freuen uns natürlich über den Zuschlag“, ergänzt der Rektor, nachdem es jetzt amtlich ist, dass die Obersulmer Werkrealschule ab Herbst mit den Fünftklässlern in die Gemeinschaftsschule startet. Neben Wüstenrot, das zu den Pionieren landesweit gehört, gibt es damit zwei Standorte im Weinsberger Tal mit der neuen Schulform. Anfrage Schon am Montag hat Sohnle per E-Mail die erste Elternanfrage erhalten – von außerhalb des Schulbezirks, der mit der Gemeinschaftsschule wegfällt. Der Rektor erwartet nicht nur Interesse aus dem Schulverband Obersulm- Löwenstein, sondern auch von Eltern aus Weinsberg, Ellhofen oder Lehrensteinsfeld. Deshalb könnte es auch sein, dass zum Schuljahresbeginn 2013/14 der dann geringere Klassenteiler von 28 zu zwei Fünfer- Lerngruppen führt. Derzeit gibt es eine Klasse mit 22 Kindern. Höhere Schülerzahlen bedeuten natürlich Standortsicherung. Aber die steht für Sohnle nicht im Vordergrund, sondern die Chance, die Interessen und Neigungen der Schüler mehr berücksichtigen zu können.

Gemeinschaftsschule beinhaltet eigenverantwortliches Lernen, individuelle Förderung. Wenn das gelinge, komme mit dem Erfolg auch die Motivation der Schüler, sagt Sohnle. „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem Konzept nur Gutes für die Schüler tun können. Das ist unser Hauptjob“, sagt Sohnle mit Blick auf Skeptiker, die etwa in den Reihen des Obersulmer Gemeinderats zu finden sind. Austausch Selbstständiges Arbeiten, Lerntagebuch, klassenübergreifende Projekte – das sind Bausteine, die die Werkrealschule schon vor zwei Jahren für die damaligen Fünfer eingeführt hat.

Die verbindliche Ganztagsschule gibt es seit 2003, so dass sich der Tagesablauf nicht gravierend ändert. Von Räumen und Ausstattung her bedarf es keiner großen Investitionen. Für die Eltern bringt die neue Schulart einen häufigeren Austausch mit den Lernbegleitern mit sich. Das Beheim-Kollegium hat sich schlau gemacht. Lehrer besuchten Gemeinschaftsschulen von Wüstenrot bis Berlin und Fortbildungen. Fachberater waren für das zu entwickelnde Konzept eingeschaltet. Die Mittlere Reife an der Michael- Beheim-Schule ablegen zu können, „das ist ein großes Plus“, sagt Sohnle. Die Gemeinschaftsschule betrachtet er nicht als Konkurrenz zur örtlichen Realschule. Da ist er sich mit Bürgermeister Tilman Schmidt einig. „Die Realschule ist mit weit über 700 Schülern beliebt wie eh und je“, so der Gemeindechef. Und mit ihrer Vielzügigkeit sehr stabil. Die neue Schulart ist für Schmidt ein konsequenter Schritt, der die vielseitige Bildungslandschaft in Obersulm abrundet. So habe man die echte Wahl, auf zwei Wegen zum Realschulabschluss zu kommen. Von den Räumlichkeiten und der Ausstattung her ist die Michael-Beheim-Schule fit für das neue Konzept, das ab Herbst eingeführt wird.
Redakteurin: Sabine Friedrich

Zahlen und Infotag

Die Michael-Beheim-Schule in Obersulm besuchen derzeit 195 Erst- bis Viertklässler und 205 Fünft- bis Zehntklässler. Sie werden von 35 Lehrern unterrichtet. Was die Gemeinschaftsschule beinhaltet, was auf Schüler, Lehrer und Eltern zukommt, darüber gibt es am Freitag, 8. März, um 15 Uhr Auskünfte bei einem Infonachmittag.
bif

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