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Audi Lehrlinge an der MBS: Schwitzen für eine neue Grillstelle

Audi-Lehrlinge beim Sozialprojekt in der Michael-Beheim-Schule

Sie schleppten zentnerschwere Steine, gruben mit Schaufel, Spaten und Pickel im Schulgarten oder fuhren mit dem Schubkarren Sand. Sie haben Büsche und Bäume zurückgeschnitten oder schwangen den Malerpinsel. 24 angehende Kfz- Mechatroniker der Neckarsulmer Audi-AG und ihre beiden Trainer Uwe Hotter und Michael Greis halfen der Obersulmer Michael-Beheim- Schule im Rahmen des Audi-Sozialprojekts für Auszubildende im zweiten Lehrjahr. Der Einsatz dauerte 35 Stunden und bescherte der Obersulmer Schule eine neue Grillstelle und einen Teich im Schulgarten.

Die Audi Lehrlinge montierten ein Sonnensegel und stellten neue Bänke im Schulhof auf. An der Außenwand des Ritziraums entstand eine „Kunstwand“ und im Schulhof wurden Hüpfspiele mit frischer Farbe entweder aufgefrischt oder neu gemalt. Schulleiter Eric Sohnle gefällt besonders ein großer gelber „Smily“ als Treffpunkt für die Streitschlichter. „Das sieht ja toll aus“, meinte Schüler Michael Kleiber aus Klasse 6a in der Pause am Dienstagmorgen zur Arbeit der Audi-Lehrlinge. Schulleiter Eric Sohnle und Techniklehrer Michael Gold sind begeistert.

Acht Auszubildende arbeiteten am Gartenteich im Schulgarten. „Da geht richtig was“, strahlte Michael Gold, der mit seiner Garten-AG in den letzten Jahren begonnen hat, den Schulgarten anzulegen. „Was wir anfangen, machen wir auch zu Ende“, sagte Trainer Uwe Hotter. Tom Schneider (19) aus Bad Rappenau-Bonfeld, ein kräftiger junger Mann, setzte mit einem Kollegen die zentnerschweren Steine, für eine Trockenmauer. Die stützt den Hang hinter dem Gartenteich. Der Schweiß floß in Strömen. „Das ist mal was anderes, als den ganzen Tag in der Werkhalle arbeiten“, gefiel Schneider das Sozialprojekt in der Obersulmer Schule. „So ein Projekt schweißt unsere Lehrlinge zusammen, stärkt den Gemeinschaftssinn und die Teamfähigkeit“, betonte Trainer Michael Greis die Bedeutung der sozialen Beschäftigung. „Für unsere Schule ist das eine wirkliche große Hilfe“, freute sich Eric Sohnle über das unerwartete Geschenk. Das hat die Schule ihrem ehemaligen Schüler Lucas Grauf zu verdanken. Der hat 2004 seinen Hauptschulabschluss in Obersulm gemacht und nach einer Lehre als Zweirad-Mechaniker die Ausbildung zum Kfz Mechatroniker in Neckarsulm begonnen.

Ein Anruf beim Schulleiter genügte und die Lehrlinge hatten ihr Sozialprojekt unter Dach und Fach. „Es ist wichtig, dass wir uns auch sozial engagieren und so der Gesellschaft etwas zurückgeben“, sagte Dennis Rothenhöfer (22) aus Herbolzheim. Mit sechs Kollegen baute er an der neuen Grillstelle. Die wurde am Freitag von Schule, Lehrlingen und Bürgermeister beim Abschlussgrillfest eingeweiht. „Ich finde es wichtig und richtig, dass große und kleine Unternehmen aus der Region, auf diese Weise den Kontakt mit weiterführenden Schulen halten“, begrüßte der Obersulmer Bürgermeister Tilman Schmidt das Audi-Sozialprojekt. Nach einem Rundgang mit dem Schulleiter war Schmidt voll des Lobes für den Mechatroniker-Nachwuchs. Gemeinsam mit Schülern aus der Klasse zehn genossen die Lehrlinge die Steaks und Würste, die ihre Trainer für Sie auf der neuen Grillstelle zubereiteten.

Hintergrund

Zweites Halbjahr
Im zweiten Lehrjahr haben die 240 Lehrlinge von Audi in Neckarsulm jedes Jahr eine soziale Projektwoche als festen Bestandteil ihrer Ausbildung im Programm. Weitere soziale Arbeiten leisten die angehenden Audi-Mitarbeiter im Rahmen von Praktika, bei Kooperationen mit Behinderteneinrichtungen oder im Einsatz bei Audi-Ehrensache. „Die sozialen Projekte stellen einen Baustein zur Förderung von Selbstständigkeit, Sozialkompetenz und Verantwortung der Auszubildenden dar“, betont Janina Weigel, Pressesprecherin bei Audi in Neckarsulm. Die jungen Leute müssen ihr Projekt sowohl planen als auch nachher umsetzen. Ihre Arbeitsleistung beim jeweiligen Kooperationspartner erfolgt dabei unentgeltlich.
F/T: dö

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